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Digitale Tools für Architekten

  • Autorenbild: FOLW
    FOLW
  • 24. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit


Welche digitalen Tools nutzen Architekturbüros? Ein Blick auf die Praxis 2025/2026

In Architekturbüros gehört der Einsatz digitaler Werkzeuge heute zur Tagesrealität. Ob Entwurf, Planung, Visualisierung oder Projektsteuerung – digitale Tools unterstützen Teams dabei, effizienter, kollaborativer und qualitativ hochwertiger zu arbeiten. Doch welche Anwendungen nutzen Architekturbüros tatsächlich aktuell? Dieser Beitrag gibt einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Tools und ihre Aufgabenbereiche.


1. CAD- und BIM-Software: Das Herz der Planung

Building Information Modeling (BIM)

BIM ist längst mehr als ein Trend – es ist die Grundlage für digitale Planung und Zusammenarbeit. BIM-Software integriert 3D-Modelle mit Zeit-, Kosten- und Datendimensionen und erleichtert den interdisziplinären Datenaustausch. (Baumeister)

Wichtige BIM-/CAD-Tools:

  • Autodesk Revit: Marktführer im BIM-Bereich mit umfassenden Funktionen von Entwurf bis zur Bauausführung. (Wikipedia)

  • Archicad (Graphisoft): BIM-Software mit starkem Fokus auf Architekten und kollaboratives Arbeiten. (Wikipedia)

  • Allplan: Besonders stark bei struktureller Modellierung und Bauausführungsdaten. (Archgyan)

  • Tekla Structures: Spezialisiert auf strukturelle Modellierung und BIM für Tragwerke verschiedenster Materialien. (Wikipedia)

  • Vectorworks: CAD+BIM-Tool mit Designfokus und Flexibilität für kreative Planungsprozesse. (Archgyan)

Diese Programme bilden in vielen Büros den digitalen Kern der Projektarbeit und werden weitgehend für Entwurf, Bauplanung und Ausführungsunterlagen genutzt.


2. Projektmanagement & Kollaboration

Digitale Werkzeuge zur Organisation, Kommunikation und Dokumentation sind heute Standard – insbesondere in mittleren und größeren Büros. Laut aktuellen Umfragen nutzen viele Architekturbüros damit verbundene Plattformen, um Aufgaben, Teams und Termine zu koordinieren. (Internet für Architekten)

Beispiele:

  • smino: Plattform für Projekt- und Mängelmanagement sowie Teamkoordination. (smino)

  • BIM 360 / Autodesk Construction Cloud: Für Dokumentenmanagement, Zusammenarbeit und Bauinformation über Cloud-Workflows. (architektenauswahl.de)

  • PlanRadar: Tool für Baudokumentation und Mängelverfolgung. (architektenauswahl.de)

  • Allgemeine Projektmanagement-Tools wie Notion oder Asana unterstützen interne Organisationsprozesse und Aufgabenplanung. (architektenauswahl.de)

Solche Tools ergänzen die klassischen BIM-Systeme, indem sie Kommunikationsprozesse strukturieren und den Projektfortschritt transparent machen.


3. Visualisierung und Präsentation

Architekturbüros nutzen zunehmend spezialisierte Software zur Darstellung von Entwürfen und Projekten:

  • Rendering-Tools wie Enscape, Lumion oder 3ds Max helfen, BIM-Modelle in fotorealistische Visualisierungen zu transformieren. (illustrarch)

  • VR/AR-Tools ermöglichen immersive Projektpräsentationen, besonders bei Wettbewerben oder Kundendemos.

  • Grafiktools wie Adobe Photoshop oder Illustrator unterstützen die Nachbearbeitung von Plänen und Präsentationsgrafiken.

Diese Werkzeuge dienen vor allem der Kommunikation und Überzeugungskraft von Entwürfen.


4. Spezialsoftware und Automatisierung

Viele Architekturbüros ergänzen ihre digitalen Workflows mit weiteren spezialisierten Tools:

  • Solibri Model Checker: Qualitätsprüfung und Modellkoordination. (architektenauswahl.de)

  • Navisworks oder Revizto: Plattformen zur BIM-Koordination und Clash-Detection. (Wikipedia)

  • Skripting & parametrisches Design: Tools wie Grasshopper in Verbindung mit Rhino werden für komplexe Geometrien und parametrische Entwurfsansätze genutzt. (illustrarch)

Solche Tools sind besonders in Büros zu finden, die komplexere Projekte, Parametrik oder stark digitale Designprozesse verfolgen.


5. Emerging Trends: KI und neue Tools

Während klassische CAD/BIM-Software die Grundlage bildet, setzen einige Architekturbüros bereits KI-gestützte Tools für:

  • automatisierte Entwurfsvarianten

  • generative Analysen von Grundstücksdaten

  • KI-gestützte Visualisierung und Textgenerierung

Produkte wie Spacemaker oder generative Designtools sind Beispiele für solche Innovationen, auch wenn sie noch nicht in allen Büros Standard sind. (


6. Fazit: Digitalisierung ist Standard – aber vielseitig

Die digitale Toolbox moderner Architekturbüros ist heute breit gefächert:BIM und CAD-Software bilden das technische Rückgrat, während Projektmanagement- und Kollaborationsplattformen den Arbeitsalltag strukturieren. Ergänzend kommen spezialisierte Visualisierungs- und Prüfwerkzeuge hinzu, je nach Bürogröße und Projektanforderung.

Aktuelle Umfragen zeigen außerdem, dass BIM-Modelle noch längst nicht durchgängig genutzt werden, und dass der digitale Reifegrad stark von Bürogröße und Fachrichtung abhängt. (Internet für Architekten)

 
 
 

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